Gasvergleich
Derzeit dreht sich die Preisspirale bei Erdgas immer noch nach oben. Es scheint zwar laut einigen Experten so zu sein, dass der Höhepunkt erreicht ist, und die Preise demnächst wieder runtergehen, allerdings wird das - sofern dieser Fall eintritt - bei Erdgas noch eine Weile dauern, da es aufgrund der Ölpreisbindung die Preisentwicklung des Ölpreises immer mit einem halben Jahr Verzögerung durchmacht.
Jeder sollte also danach trachten, die Möglichkeiten, die man als Gasverbraucher hat, auch voll auszuschöpfen. Seit der Liberalisierung des Gasmarktes kann jeder seinen Gasversorger so oft wechseln, wie er möchte, man ist also nicht mehr an seinen Grundversorger und dessen Preise gebunden, wie es vorher der Fall war.
Gasanbieter im Vergleich
Einen Gaspreisvergleich führt man am effizientesten mithilfe eines Gasrechners durch. Dafür braucht man nur die eigene Postleitzahl, die man in der Regel immer im Kopf hat, und den ungefähren Jahresverbrauch an Erdgas. Diesen kann man entweder über die letzte Jahresrechnung ermitteln, oder man hält sich einfacherweise an die statistisch vorgegebenen Verbrauchsdaten, die für die jeweiligen Haushaltsgrößen als Hilfestellung beim Gasrechner angegeben sind.
Sind alle nötigen Daten eingegeben, bekommt man mit nur einem Mausklick eine Übersicht aller verfügbaren Gasanbieter und Gastarife angezeigt, und kann nun ganz in Ruhe die Gasanbieter vergleichen. In der Regel stehen die günstigsten Gasanbieter oben in der Liste, jedoch sollte man auch immer ein Auge auf die Vertragsdetails haben.
Lieferverträge prüfen
Manchmal ist es nämlich so, dass der günstigste Gaspreis beim genauen Hinschauen nicht unbedingt tatsächlich der günstigste ist. Manche Gasanbieter verlangen bei diesem Gaspreis unter Umständen einen bei Vertragsabschluss zu leistenden Sonderabschlag in Höhe von einigen hundert Euro, der umgelegt auf die monatlichen Abschläge den Gaspreis nicht mehr so billig erscheinen lässt, wie auf den ersten Blick angenommen. Andere wiederum verkaufen Gaspakete zum Festpreis, die zwar für sich genommen auch recht billig sind, nur muss man dann auch wirklich auf seinen Verbrauch achten. Denn verbraucht man weniger, ist das Geld trotzdem ausgegeben, und verbraucht man mehr, erwarten einen hohe Nachzahlungen.
Verbrauchschützer raten immer dazu, nur Gasanbieter zu wählen, die monatliche Abschlagszahlungen ohne Sonderabschlag anbieten. Denn auf diese Weise hat man volle Kostenkontrolle und geht kein Risiko ein. Hat man dazu noch eine Preisgarantie im Gepäck, ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite.
Auch Kündigungsfrist und Laufzeit spielen eine wichtige Rolle, denn bindet man sich länger als ein Jahr an einen bestimmten Anbieter, kann man nicht mehr flexibel genug auf Preisänderungen reagieren. Denn bei der derzeitigen Marktlage lohnt es sich wirklich, mehrmals im Jahr Gasvergleiche durchzuführen.
Was natürlich auch eine Rolle spielen sollte beim Gasvergleich, ist der Service und die Firmenpolitik des Gasanbieters. Manche Gasanbieter bieten ausschließlich online eine Kundenbetreuung an, andere wiederum sind sehr umweltfreundlich eingestellt und wiederum andere sind seit Jahren im Geschäft und engagieren sich für ihre Region. Da sollte jeder die angebotenen Informationen zu den einzelnen Anbietern lesen, und sich informieren, von was für einem Unternehmen er in Zukunft sein Gas beziehen will.